Amstetten Richtfest an der Amstetter Lonetalschule

Für Bürgermeister Johannes Raab (rechts) ist die Erweiterung der Lonetalschule unabdingbar, um den Schulstandort zu sichern und damit die Gemeinde attraktiv zu erhalten.
Für Bürgermeister Johannes Raab (rechts) ist die Erweiterung der Lonetalschule unabdingbar, um den Schulstandort zu sichern und damit die Gemeinde attraktiv zu erhalten. © Foto: Markus Sontheimer
Amstetten / Thomas Hehn 10.10.2018
Am Montag war Richtfest an der Amstetter Lonetalschule. Im März soll das 5,74-Millonen teure Projekt fertig sein.

„Heute ist ein Moment, an dem man sieht: die Baustelle geht voran.“ Ein Schmunzeln ging durch die Reihen, als Architekt Christian Gaus am Montag beim Richtfest für den Anbau der Lonetalschule das Wort ergriff. Die Amstetter haben in letzter Zeit ja einiges verdauen müssen, wenn es um die Sanierung und Erweiterung ihrer Gemeinschaftsschule ging. War zunächst nur von größeren Klassenzimmern im Altbau und einem Anbau die Rede, ließen Brandschutzbestimmungen, Altlasten und weitere böse Überraschungen bei den Ausschreibungen der Gewerke nicht nur die Kosten in die Höhe schießen, sondern auch den Glauben an eine rechtzeitige Fertigstellung des Schulprojektes schwinden. Glaubt man Gaus, haben die Planer jetzt wieder alles im Griff. „Wir freuen uns heute auf die folgenden Monate – nicht Jahre!“ Der Architekt versicherte bei der Feier, dass die neue Schule „bis Ende März fertig sein wird“.  Auch an den mittlerweile bei knapp 5,74 Millionen Euro angelangten Gesamtkosten soll sich nichts mehr ändern, wie Gaus am Rande der Veranstaltung gegenüber der GZ erläuterte.

Eine Herkulesaufgabe

Angesichts der Millionen machte Bürgermeister Johannes Raab im Anschluss keinen Hehl daraus, dass der Schulumbau „eine Herkulesaufgabe für eine kleine Gemeinde wie Amstetten darstellt“. Die nach einem Planungswettbewerb dem Gemeinderat im Februar 2015  präsentierten Vorentwürfe gingen noch von Kosten in Höhe von rund drei Millionen Euro aus. Obwohl die Finanzierung die Albgemeinde noch einige Jahre belasten wird, verteidigte der Bürgermeister die Ausgabe. „Bildung ist die wichtigste Ressource unseres Landes.“ Die Sanierung der Lonetalschule sei „eine Investition in die Zukunft unserer Kinder und ein wichtiger Meilenstein, unsere Gemeinde attraktiv zu erhalten und den Schulstandort zu sichern“, betonte Raab.

Letzteres scheint nun auch personell zu gelingen. Nachdem die Gemeinschaftsschule seit ihrem Start 2013/14 um eine durchgängige Zweizügigkeit und damit auch um ihre Existenz kämpft, deuten die jüngsten Anmeldezahlen auf eine positive Entwicklung hin. Im vergangenen Schuljahr reichten 26 Anmeldungen nur zu „einer großen 5. Klasse“, wie Rektorin Petra Tatic einräumt. In diesem Jahr waren es schon 33 Anmeldungen: „Das gibt zwei schöne kleine Klassen“, freut sich die  Schulleiterin und hofft, „dass es auch in Zukunft so weitergeht“.

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