Ulm / Petra Laible  Uhr

Über die Qualität des Bahnverkehrs auf der Donautalbahn und der Strecke Ulm–Weißenhorn hat sich der Ulmer Landtagsabgeordnete Martin Rivoir (SPD) mit einer Kleinen Anfrage beim Verkehrsministerium in Stuttgart erkundigt. Unter anderem wollte er wissen, wie pünktlich die Züge 2018 auf den Strecken waren und wie viele ausgefallen sind.

Darauf gibt es eine deutliche Antwort von Minister Winfried Hermann (Grüne): Von Januar bis November seien auf der Donautalbahn 164 Regionalbahnen ausgefallen (rund 1,7 Prozent der Züge). Bei einem Viertel sei fehlendes Personal die Ursache gewesen, bei einem weiteren defekte Fahrzeuge. Beim Regionalexpress kamen im Abschnitt Ulm–Sigmaringen 173 Züge (1,4 Prozent) nicht: „In einem Viertel der Fälle fehlte das Personal, in mehr als einem Drittel an fehlenden oder defekten Fahrzeugen.“ Hermann verwies auf die „aktuelle kritische Diskussion“ zum Zustand der Bahn: „Der desolate Zustand des Unternehmens hat natürlich seine Auswirkungen auf die Qualität im Nahverkehr“ – und müsse dringend verbessert werden. Anderes Beispiel: Die Regionalbahnen nach Ehingen/Munderkingen sollten mit Triebwagen der Baureihe 644 gefahren werden: aufgrund der hohen Schadstände würden aber sehr häufig in großem Umfang ältere Triebwagen eingesetzt.

Weiter fragte Rivoir, wie pünktlich der Weißenhorner 2018 war: Die Verbindung sei stabil, hieß es. Insgesamt sogar „sehr gut“, betrachte man die Situation im Ulmer Hauptbahnhof durch Bauarbeiten und hohe Auslastung. Problematisch ist die Information der Fahrgäste über Verspätungen, Zugausfälle und Gleiswechsel: Diese erfolge online über „bahn.de“ und an den Stationen über Anzeigetafeln. Allerdings fehlten Echtzeitinformationen, so dass Verspätungen oft spät oder gar nicht angezeigt werden. Bis 2020 soll eine Lösung gefunden werden.