Kommunalwahl „CDU und Bürgerliste“ schicken bunte Auswahl an Kandidaten ins Rennen

Die Kandidaten der „CDU und Bürgerliste“ bei der Nominierungsversammlung.
Die Kandidaten der „CDU und Bürgerliste“ bei der Nominierungsversammlung. © Foto: Michael Seefelder
Dietenheim / Von Michael Seefelder 14.02.2019

Eine bei Alter, Geschlecht und Berufen bunt gemischte Auswahl an Kandidaten geht für die „CDU und Bürgerliste“ ins Rennen um die künftigen Sitze im Dietenheimer Gemeinderat. Die 18 Bewerber stellten sich am Dienstagabend bei der Nominierungsversammlung im Stadtcafé vor. Wahlkampf-Rhetorik gab es noch nicht zu hören, denn dieser Termin findet traditionell stets ohne großes Publikum statt. Auch die programmatische Feinjustierung steht noch aus. Die Flyer mit den politischen Zielen und ein Gruppenbild der Kandidaten werden noch angefertigt.

Klaus Merkle, Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Dietenheim-Balzheim, machte den Kandidaten für ihre mögliche kommende Aufgabe Mut: „Das ist eine verantwortungsvolle und sehr interessante Tätigkeit.“ Der Geschäftsführer des CDU-Kreisverbandes Alb-Donau/Ulm, Thomas Schweizer, fungierte als Versammlungsleiter. Er rief die Bewerber dazu auf, aktiv Wahlkampf zu betreiben, wenn sie eine Chance auf einen Platz im Gemeinderat haben wollen, denn „wenn Sie nix machen, werden Sie halt nicht gewählt“.

Das Durchschnittsalter der 18 Bewerber beträgt 51 Jahre und liegt damit um vier Jahre höher als 2014. Der Frauenanteil ist mit fünf Kandidatinnen gleichgeblieben. Der jüngste Kandidat ist 27 Jahre alt, der älteste 72. Auch beruflich ist die Bandbreite groß. Auf der Liste finden sich unter anderem Personen aus der Verkaufs- und Verwaltungsbranche, Buchhalter, Ingenieur, Handwerker, Polizist, Hausfrau und Rentner. Viele der Bewerber engagieren sich teilweise seit Jahrzehnten in örtlichen Vereinen wie der Ranzenburger Narrenzunft, Stadtkapelle, der Feuerwehr oder bei der Kirche. Manche scheiterten bei der Wahl 2014 und nehmen nun erneut Anlauf, andere waren schon zu einem früheren Zeitpunkt im Gemeinderat oder gehören diesem aktuell an. Aus privaten Gründen nicht mehr antreten werden die derzeitigen Gemeinderäte von CDU und Bürgerliste, Rainer Baumann und Stefan Graf.

Zufrieden mit Auswahl

Wie Peter Beck, langjähriger Gemeinderat und erneut Kandidat, auf Nachfrage berichtet, sei es auch dieses Mal nicht leicht gewesen, vor allem Jüngere zu einer Kandidatur zu bewegen. Jedoch zeigte er sich mit der nun gefundenen Auswahl äußerst zufrieden. Bei 27 Stimmberechtigten, die im Stadtcafé anwesend waren, musste jeder Bewerber 14 Stimmen erhalten, um nominiert zu sein. Dieses Quorum schafften alle 18 Kandidaten mit jeweils 25 bis 27 Stimmen locker.

Bei der Kommunalwahl am 26. Mai gibt es in Dietenheim außerdem eine Neuerung. Denn der Gemeinderat hat mit einem einstimmigen Beschluss die sogenannte unechte Teilortswahl abgeschafft. Bei früheren Kommunalwahlen war das Gremium stets mit zwölf Vertretern aus Dietenheim und sechs Vertretern aus dem Stadtteil Regglisweiler besetzt. Das konnte dazu führen, dass Kandidanten wegen ihres Wohnortes in den Gemeinderat einzogen, während andere mit mehr Stimmen den Sprung nicht schafften. Mit der Abschaffung der unechten Teilortswahl soll nun mehr Gerechtigkeit bei der Sitzverteilung herrschen. Derzeit gibt es in Dietenheim aufgrund eines Überhangmandates 19 Gemeinderäte, zehn davon gehören der Liste „Unabhängige und SPD“ an, neun der „CDU und Bürgerliste“.

Volle Liste mit 18 Bewerbern

Aufstellung Das sind die 18 Kandidaten: Peter Beck (72 Jahre), Uwe Bimek (59), Christine Fritzsche (28), Dominik Guter (27), Gerhard Herz (56), Wolfgang Huber (46), Gabriele Landthaler (64), Hugo Müller (60), Martin Reich (59), Dr. Herbert Rendl (62), Klara Retzer (54), Martin Scherb (48), Florian Schmid (39), Anja Schröder (41), Erwin Semler (54), Frank Stetter (39), Helga Wallat (58), Bernd Weiss (53). Ersatzbewerber sind Walter Haselhofer und Gabi Schuster.

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