Amtseinsetzung Bürgermeister Jörg Seibold feiert seine dritte Amtszeit

Jörg Seibold als „Rock ´n´ Roller“ von Blaubeuren: Auch bei seiner dritten Amtseinsetzung durch Erich Straub bewies der alte und neue Bürgermeister einigen Schwung.
Jörg Seibold als „Rock ´n´ Roller“ von Blaubeuren: Auch bei seiner dritten Amtseinsetzung durch Erich Straub bewies der alte und neue Bürgermeister einigen Schwung. © Foto: Martina Dach
Blaubeuren / Thomas Spanhel 06.07.2018

Ich freue mich saumäßig, dass wir hier gemeinsam feiern“, bekannte Blaubeurens alter und neuer Bürgermeister Jörg Seibold am Ende des offiziellen Teils der Amtseinsetzung. Einige hundert Blaubeurer und Gäste von auswärts waren gestern Abend in den Klosterhof gekommen, um bei einer besonderen Art der Gemeinderatssitzung zusammen mit Festrednern auf die vergangenen Jahre mit dem Bürgermeister zurückzublicken und ihm gute Wünsche für die nächsten acht Jahre mitzugeben. Musikalische Unterhaltung bot die Stadtkapelle und „Tims Jazz-Quartett“, es gab Essen und Trinken. Das Wetter spielte allerdings nicht ganz mit, weshalb zwischendurch eine Regenpause im Klosterkirchensaal eingelegt wurde, und Seibold frech in seiner Dankesrede erklärte: „Petrus danke ich heute aber nicht.“

Zu Beginn der Veranstaltung gelobte Seibold, das Wohl der Stadt und das ihrer Einwohner nach Kräften zu fördern. Am Ende bekannte er, nur noch „Danke“ sagen zu wollen: Für das viele Lob und für die Loyalität und Energie der städtischen Mitarbeiter; für die vielen Ehrenamtlichen in Vereinen und Kirchen und ihr unverzichtbares Engagement, für das Vertrauen des Gemeinderats und der Ortschaftsräte und für alle übrigen Blaubeurer, die Anteil nehmen und sich einbringen. „Bei dieser Feier habe ich genug Kraft getankt für die nächsten acht Jahre.“

Nicht blau machen am Blautopf

Der stellvertretende Bürgermeister Erich Straub hatte die Amtseinsetzung Seibolds vorgenommen. Nicht ohne daran zu erinnern, dass Seibold in den vergangenen 16 Amtsjahren „keinen Deut“ von dem abgewichen sei, was er sich vorgenommen hat: „Er will alle mitnehmen, auch bei strittigen Themen.“ Daher brauche man der hohen Zahl von 92,3 Prozent Zustimmung bei der Wahl nichts mehr hinzufügen. Landrat Heiner Scheffold gratulierte Seibold zu seiner Entscheidung „nicht blau zu machen am Blautopf, sondern mit Elan voranzugehen“ in die nächste Amtszeit: „Aller guter Dinge sind drei.“ Er hob die Energie, Zielstrebigkeit und Qualität der Arbeit Seibolds hervor. Der Bürgermeister lasse gleichzeitig genug Raum für bürgerschaftliches Handeln. Scheffold zählte herausragende Leistungen Seibolds in seiner Amtszeit auf. Dazu gehöre nicht zuletzt, dass er 6,7 Millionen Euro Fördergelder nach Blaubeuren geholt habe, dass die Stadt tatkräftig Flüchtlingshilfe betreibe und maßgeblich an der Ernennung der Höhlen zum Weltkulturerbe beigetragen habe. Weitere Aufgaben bei der Feuerwehr, in der Kinderbetreuung oder bei der Innenstadtentwicklung müssten in den nächsten Jahren angegangen werden. Dekan Frithjof Schwesig, Berghülens Bürgermeister Bernd Mangold und Beiningens Ortsvorsteher Klaus Gerster hoben das gute Zusammenspiel mit Seibold hervor und sprachen direkt oder indirekt die Hoffnung aus, dass die Arbeit mit dem Bürgermeister „so bleibt“.

Mit 92,3 Prozent wiedergewählt

Ergebnis Bei der Wahl am 15. April hat Jörg Seibold 2923 Stimmen erhalten. Das entspricht 92,3 Prozent der abgegebenen Stimmen. Ernsthafte Gegenkandidaten hatte Seibold nicht. Dauerbewerberin Fridi Miller (48) aus Sindelfingen kam auf 88 Stimmen (2,8 Prozent), Karl Scherm, ein 67-Jähriger aus Nattheim (Kreis Heidenheim) auf 34 Stimmen (1,1 Prozent). Die Wahlbeteiligung betrug 33,9 Prozent. Seibolds dritte Amtszeit hat offiziell am Montag, 2. Juli, begonnen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel