Jede Menge Tothölzer am Ufer, Rotmilane, die in der Entfernung am Himmel kreisen, Schwäne, Enten und andere Wasservögel, die durchs Wasser schwimmen: Das alles bietet die Donau mit der Flusslandschaft Donauwiesen zwischen Riedlingen und Rechtenstein für naturbewusste Wassersportler. Derzeit darf die Strecke zwar lediglich mit einem fachkundigen Leiter befahren werden und muss beim Landratsamt Biberach angemeldet werden, doch zwischen 1. Juli und 29. Februar ist der Bereich für private Nutzer zwischen 9 und 20 Uhr alleine und ohne eigens eingeholte Erlaubnis befahrbar. Allerdings müssen sich Wassersportler auch dann an Auflagen halten und dürfen nur an freigegebenen Anlegestellen einsteigen, müssen sich unterwegs in der Mitte des Flusses halten und dürfen weder Ufer noch Inseln betreten.

Zu Fuß vom Bahnhof

Wer kein aufblasbares Stand-Up-Paddling-Board zuhause liegen hat, kann sich bei Anbietern in der Region solche leihen. Die freigegebene Einstiegsstelle in Riedlingen an der Schlachthausstraße in die Donau ist vom Bahnhof aus zu Fuß selbst mit Board auf dem Rücken gut erreichbar. Wer von dort startet, paddelt bald durch die Flusslandschaft Donauwiesen, die sich – vorbei an kleinen Orten – bis ins schöne Rechtenstein schlängelt. Wer gemütlich paddelt und sich ab und an auch mal treiben lässt, dürfte zwischen drei und fünf Stunden unterwegs sein. Weil es mit Schatten mitten auf dem Fluss schlecht aussieht und unterwegs nur wenige Ausstiegsstellen bereitstehen, sollte Sonnenschutz – als Creme oder als Spray und in Form einer Mütze – nicht fehlen. Von Rechtenstein fahren übrigens Züge ab nach Riedlingen, wenn auch unregelmäßig. Mit Planung ist der Rück­weg somit entspannt mit der Bahn möglich.