Die Menschen waren schon vor 40 000 Jahren von diesem Fleckchen Erde fasziniert“, sagt Anika Janas, Verantwortliche für den Archäopark Vogelherd in Stetten bei Niederstotzingen: „Und es fasziniert sie auch heute noch.“ Auf dem Gelände sollen die Besucher das Leben der Steinzeitmenschen nachempfinden: „Wir möchten ihnen die Steinzeit auf spielerische Art näher bringen“, erklärt Janas. Der Park bietet dafür verschiedene Themenplätze an. Besucher können sich beim Hütten bauen, Feuer entfachen, oder Speerwerfen probieren. Dabei ist dem Park wichtig: Alle Attraktionen haben einen wissenschaftlich belegten Hintergrund.

Der Archäopark und die Vogelherdhöhle sind „weltweit bekannt und anerkannt“. Der Hauptgrund dafür steht in der „Schatzkammer“ des Parks: Die rund 40 000 Jahre alte Figur eines Mammuts. Dieses wenige Zentimeter große Kunstwerk ist eine der ältesten, vollständig erhaltenen Figuren der Menschheit, sagt Janas. Außerdem wurden in der Höhle weitere Figuren, Schmuckobjekte und Werkzeuge gefunden. Für Janas ist der Archäopark einen Trip wert: „Die Schätze vor der eigenen Haustür sind selten bekannt.“ Um Geschichte zu erleben, müsse man dementsprechend nicht so weit reisen.
Seit Mitte Mai ist der Park wieder für Besucher geöffnet – dienstags bis sonntags 10 bis 18 Uhr  „Wir haben einige Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten.“ Auf dem Gelände und in den Gebäuden gelte der Mindestabstand. In den Gebäuden müssen Besucher außerdem einen Mundschutz tragen. Für Aktivitäten wie das Speerschleudern werden Einmalhandschuhe ausgegeben. Momentan können insgesamt 80 Besucher gleichzeitig in den Park: „Wenn man sich auf kleinere Wartezeiten einrichtet, ist das kein Problem“, sagt Janas. Große Gruppenbesuche seien aktuell noch nicht möglich: „Familien sind aber willkommen.“