Es war eine schwierige Entscheidung, steht doch viel Geld auf dem Spiel. Aber Roland Geipel und Danny Preusser, die geschäftsführenden Gesellschafter des Unternehmens GP-Rundschleifmaschinen, sind der Meinung: Wichtiger als wirtschaftliche Interessen ist die Gesundheit der 22 Mitarbeiter und die der Geschäftspartner. Deshalb haben die Firmeninhaber die Teilnahme an der Fachmesse Grind-Tec in Augsburg, die von 18. bis 21. März stattfindet, kurzfristig abgesagt. Es handelt sich wohlgemerkt um die wichtigste Messe für den Schleifmaschinenhersteller.

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Viele Aussteller kommen aus China

Und die Berghüler lassen sich das etwas kosten. Auf 40.000 bis 50.000 Euro schätzt Geipel den Schaden wegen der Absage: Die Standmiete muss das Unternehmen trotzdem in voller Höhe bezahlen, der beauftragte Messebauer will noch die Hälfte des vereinbarten Betrags, und eigene personelle Kapazitäten band die Messevorbereitung auch schon. Ganz zu schweigen vom Nachmesse-Schaden: also Aufträgen, die wegen des Fernbleibens nicht abgeschlossen werden, und Neu-Kontakten, die nicht geknüpft werden können. Zu der Augsburger Fachmesse werden 600 Aussteller aus 30 Ländern erwartet – mehr als 60 stammen aus China. Zuletzt kamen zur Grind-Tec 19.000 Fachbesucher.

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Das Unternehmen GP-Rundschleifmaschinen informierte seine Kunden über die Nichtteilnahme und lud dazu ein, einen Termin zur Besichtigung der Maschinen in der Firma zu vereinbaren. „Bislang gab es nur positive Reaktionen“, sagt Geipel. Die Kunden des Unternehmens gehören zur metallverarbeitenden Industrie und sind ausschließlich in Europa beheimatet.