AKW AKW Gundremmingen: Reststrommenge wird überschritten

Block B und C des AKWs Grundremmingen können wohl noch eine Weile weiter laufen.
Block B und C des AKWs Grundremmingen können wohl noch eine Weile weiter laufen. © Foto: dpa
Kreis Günzburg / Bianca Frieß und Rebecca Jacob 12.12.2016

Anfang nächsten Jahres wird die Reststrommenge für Block B und C im Atomkraftwerk Gundremmingen überschritten. Dies gab der Bundesanzeiger des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz im November bekannt. Eigentlich erlischt in diesem Fall die Betriebsgenehmigung. Es gibt aber die Möglichkeit, Reststrommengen von anderen AKWs zu übertragen, so dass die Blöcke trotzdem weiter betrieben werden können.

„RWE Power und PreussenElektra, die beiden Gesellschafter unseres Kraftwerks, werden rechtzeitig dafür sorgen, dass ausreichend Strommenge übertragen wird, um die Gundremminger Blöcke bis zu den gesetzlich geregelten Abschaltdaten betreiben zu können“, sagt Tobias Schmidt, Pressesprecher des Kernkraftwerks. Der Betreiber darf Block B und C entsprechend des Atomgesetzes noch bis Dezember 2017 beziehungsweise Dezember 2021 laufen lassen. Die Übertragung stelle kein Problem dar, denn es stehe genügend Reststrommenge zur Verfügung, berichtet Schmidt. Dafür bedarf es auch keiner Zustimmung durch das Bundesumweltministerium, die Übertragung ist lediglich anzuzeigen.

Raimund Kamm vom „Forum für eine verantwortbare Energiepolitik“ hatte befürchtet, dass so die Laufzeit des AKWs doch noch verlängert werden könnte. Er sagt außerdem, dass von Gundremmingen als letztes noch mit Siedewasserreaktoren arbeitendes Kraftwerk besondere Gefahr ausgehe: „Dieser Reaktortyp ist besonders gefährlich, weil er nur einen Hauptkreislauf hat, die Steuerstäbe von unten in den Reaktor gepresst werden müssen und die brisanten Abklingbecken nicht durch den Sicherheitsbehälter geschützt werden.“

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