Ballendorf 90. Geburtstag von Burgruine Helfenstein: Der Kopf ist "beieinander geblieben"

"Wunschlos glücklich": Elisabeth Tränkle wird heute 90.
"Wunschlos glücklich": Elisabeth Tränkle wird heute 90. © Foto: Alexander Wörz
Ballendorf / AWZ 31.10.2014
In Weiler oberhalb von Geislingen und der Burgruine Helfenstein hat Elisabeth Tränkle heute vor 90 Jahren das Licht der Welt erblickt. Dort verbrachte sie auch die ersten fünf Jahre ihrer Kindheit, ehe die Familie nach Ulm zog, das ihr zur neuen Heimat werden sollte.

Der Umzug war der Tätigkeit ihres Vaters bei der Deutschen Reichspost geschuldet, in den großen Ferien ging es aber regelmäßig zurück zu den Großeltern nach Weiler.

In Ulm hat Elisabeth Tränkle am unteren Eselsberg in der Straße Am Bleicher Hag gewohnt. "Bis die Bomben gekommen sind." Die schrecklichen Kriegsjahre sollten nachhaltigen Einfluss auf das Leben der jungen Frau nehmen: Zum einen wurde sie zwangsverpflichtet, um bei Magirus als Stenotypistin zu arbeiten. Weil es ihr dort gefiel, arbeitete sie nach dem Krieg noch jahrzehntelang für den traditionsreichen Lastwagenhersteller. Zum anderen kam ihr damaliger Freund im Krieg ums Leben, woraufhin Elisabeth Tränkle ledig und kinderlos geblieben ist.

Seit etwa zehn Jahren lebt die sympathische Jubilarin in einem privaten Pflegeheim in Ballendorf. Dort fühlt sich die 90-Jährige gut aufgehoben. "Ich habe mir immer gewünscht, dass der Kopf beieinander bleibt", sagt Elisabeth Tränkle. Da dem so ist, sei sie, obwohl pflegebedürftig, "wunschlos glücklich". Dazu trägt nicht zuletzt die tägliche Zeitungslektüre bei. Elisabeth Tränkle interessiert sich für alles, besonders aber für Fußball im Allgemeinen und den FC Bayern München im Speziellen.

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