Demokratie 8er-Rat: Next Generation

Abgesandte der achten Klassen: der neue 8er-Rat in der Sitzung im Rathaus.
Abgesandte der achten Klassen: der neue 8er-Rat in der Sitzung im Rathaus. © Foto: Markus Fröse
Langenau / Markus Fröse 02.11.2018

Verbesserungen im Bus-Fahrplan, zwei Auftritte von DJs beim Kinderfest und ein Graffiti-Workshop im Sommerferienprogramm: Diese und weitere Wünsche von Schülern sind durch den Einsatz des ersten Langenauer 8er-Rats inzwischen Wirklichkeit geworden (wir berichteten, siehe Info).

Nun ist die nächste Generation Achtklässler am Start, und damit auch die „Next Generation“ des 8er-Rats. Inzwischen sind dessen Mitglieder nicht nur von ihren Mitschülern demokratisch gewählt, sondern auch zu ihrer ersten Sitzung im Langenauer Rathaus entsandt worden. „Es ist schön, dass ihr euch habt aufstellen lassen, um eure Themen voranzubringen“, sagte dort Bürgermeister Daniel Salemi. Er sicherte den 8er-Ratsmitgliedern ein „offenes Ohr“ und die Unterstützung auch des Gemeinderats und der Stadtverwaltung zu „bei den Themen, die ihr für wichtig haltet“.

Welche Themen der 8er-Rat im Lauf der kommenden Monate vorantreiben wird, um sie nach Möglichkeit zu verwirklichen, darum ging es in dieser ersten Sitzung. Die achten Klassen der Gemeinschaftsschule, der Förderschule, der Realschule sowie des Gymnasiums hatten einige Ideen gesammelt und diskutiert, die nun von ihren Vertretern im Rathaus vorgestellt wurden. Dort wurden die Wünsche, versehen mit Begründungen der Notwendigkeit und Vorschlägen zur Finanzierbarkeit und Durchführung, vorgetragen, und in Arbeitsgruppen dann nochmals gefiltert. Herausgekommen sind dabei vier Themen, auf die sich die meisten der Entsandten einigen konnten: WLAN-Hotspots in der Stadt, in die sich die Schüler kostenfrei einwählen können. „Dann gehen die Schüler vielleicht auch mehr nach draußen“, hieß es von Schülerseite dazu. Auch der Einsatz von Tablets im Unterricht wird gewünscht. („Weniger Bücher schleppen; spart Papier und schont so die Umwelt; um technisch mit der Zeit zu gehen“, so die Begründungen.) Sehr herbeigesehnt wird auch ein eigener Treffpunkt für Jugendliche – am besten in Verbindung mit freiem WLAN und der Möglichkeit, sich auf einem interessanten BMX-Fahrrad-Parcours auszutoben. („Wir wollen nicht auf Kinderspielplätzen abhängen.“)

Themen aus der Lebenswelt der Jugendlichen

8er-Rat Jugendliche müssen bei Entscheidungen der Gemeinde mitreden können. Verschiedene Formen der Mitbestimmung sind wünschenswert. So will es die Gemeindeordnung Baden-Württemberg. Da Kommunalpolitik in der 8. Klasse auf dem Bildungsplan steht, bietet sich eine Kooperation mit weiterführenden Schulen an. Der Zugang ist für alle Schüler möglich, die in jeder 8. Klasse zwei Vertreter plus einen Stellvertreter wählen. Die Schüler bilden den sogenannten 8er-Rat. Dieser wählt aus seinen Reihen den Sprecherrat. Es werden Themen bearbeitet, die aus der Lebenswelt der Achtklässler kommen. Die Bearbeitung der Themen soll zu Erfolgserlebnissen führen und Basis sein für eine intensivere Beteiligung in der Gemeinde.

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