Heroldstatt / JOACHIM STRIEBEL  Uhr
Rund 80 Forscher aus 20 Vereinen werden erwartet zur Höhlenforschertagung "Speläo Südwest" am Wochenende in Heroldstatt. Heute ist ein öffentlicher Vortrag über die Geschichte der Sontheimer Höhle.

Am heutigen Samstag, 23. April, hält Andreas Scheurer in der Heroldstatter Berghalle einen Vortrag über die Geschichte der Sontheimer Höhle, der ältesten bekannten Schauhöhle der Schwäbischen Alb. Der Bildervortrag, der um 20 Uhr beginnt, ist ein öffentlicher Programmpunkt der südwestdeutschen Höhlenforschertagung, zu der jedermann eingeladen ist - Kenntnisse über Höhlen sind nicht erforderlich. Die anderen Tagesordnungspunkte sind eher für Fachpublikum gedacht. Laut Andreas Scheurer, der zusammen mit Herbert Keifer die Tagung leitet, haben sich rund 80 Forscher aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und der Schweiz zu der alle zwei Jahre an wechselnden Orten stattfindenden Tagung angemeldet. Etwa 10 Mitglieder des Höhlenvereins Sontheim sind zuständig für die Organisation der Veranstaltung. Vor zwei Jahren war kein Ausrichter für die Tagung gefunden worden, jetzt sprangen die Sontheimer in die Bresche.

Beginn war in der Heroldstatter Berghalle bereits gestern mit einem Filmabend. Morgen gibt es nach Grußworten von Bürgermeister Ulrich Oberdorfer und dem Höhlen-Landesverband Berichte der einzelnen Gruppen und Vereine. Am Nachmittag stehen unter anderem Vorträge über die ICE-Neubaustrecke Wendlingen-Ulm, das FFH-Monitoring in Höhlen (Überwachung des Erhaltungszustandes dieses Lebensraums) und über die Forschungen in der Laierhöhle bei Geislingen, in der Hessenhauhöhle bei Berghülen und im Blauhöhlensystem bei Blaubeuren auf dem Programm.

Am Sonntag unternehmen die Höhlenforscher in Kleingruppen Exkursionen. Eine führt auf den ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen, eine in den ICE-Albabstiegstunnel und fünf in mehr oder weniger bekannte Höhlen in der Umgebung.