Dornstadt 300 Gäste bei der Prunksitzung der Lachatrapper in Dornstadt

Dornstadt / AMREI GROSS 02.02.2015
Bissiger Spott fehlte ebenso wenig wie Tanz, Musik und Zauberei: Für die 300 Gäste der Prunksitzung der Lachatrapper Dornstadt war in dem mehrstündigen Programm am Samstag einiges geboten.

24 Programmpunkte, vier Stunden, fünf Vereine: Das war die 45. Prunksitzung der Karnevalgesellschaft Lachatrapper, die am Samstag mehr als 300 Zuschauer in den Dornstadter Kultur- und Sporttreff lockte. Sie wurden nicht enttäuscht: Die Lachatrapper und ihre Gäste aus den Reihen des Kuhbergvereins Ulm, des Unterelchinger Carnevalsvereins "Storchaneascht", der Waldstetter "Lachabatscher" und der Ditzinger Gesellschaft "Titzo" boten allerhand: Angefangen mit dem Gardetanz der Allerkleinsten, der Lachatrapper-Tanzmäuse, folgten die Höhepunkte Schlag auf Schlag.

Tanzmariechen Aylin Gündogan, gerade sieben Jahre alt, wirbelte in ihrer ersten Solo-Saison gekonnt über die Bühne; die Rot-Weiße-Garde und die Roten Funken begeisterten mit anspruchsvollen Choreografien und perfekt synchronen Bewegungen. Mit dem Kuhbergverein und seiner Show "Kuhbacabana" kam ein Hauch Brasilien ins verschneite Dornstadt: Heiße Samba-Rhythmen, Trommeln und prächtig kostümierte Tänzerinnen rissen das Publikum von den Plätzen. Nicht minder spektakulär war ein Showtanz der ganz besonderen Art, den die Lachatrapper selbst vorbereitet hatten: Unter dem Titel "Cabaret" präsentierte sich der gesamte Verein in einem 20-minütigen karnevalistischen Feuerwerk aus Tanz, Live-Gesang und Masken.

In der Bütt gifteten die "Bronnweiler Weiber", Märy Lutz und Friedel Kehrer, gegen Stuttgarter: "Lieber a Schneck' im Salat als an Stuttgarter im Hof." Auch Berliner bekamen ihr Fett ab: "Mir Schwoba hand's mit de Berliner ed so, die fressad mir normal".

Die unverbesserliche "Witwe Staudenmayer", hinter deren dickem Make-up sich Klaus Hussinger verbirgt, indes philosophierte gekonnt über die Herren der Schöpfung und stellte fest: Männer sind wie Pfannkuchen oder Waffeleisen: "Der erste ist meistens nichts" und "Man hat's zwar, aber man braucht's nicht."

Auch der katholische Pfarrer Ralf Weber und die Lachatrapper Manuela Pohland und Luise Lemm brachten mit ihren Beiträgen die Zuschauer mächtig zum Lachen. Zauberer "Magic Leinad" präsentierte mit seiner bezaubernden Assistentin Sonja eindrucksvolle Illusionen und die "Waldstetter Lachabatscher" sorgten mit herrlich schrägen Tönen für beste Stimmung.

Eine ganz besondere Überraschung bahnte sich zu später Stunde an: An Programmpunkt Nummer 22 stand ein Auftritt der Prinzengarde, die aufgrund zahlreicher berufs- und studienbedingter Austritte zur Inthronisation im November mit lediglich fünf Mädchen aufwarten konnte. Am Samstag war sie in alter - und damit voller - Besetzung auf der Bühne: Alle zwölf bisherigen Tänzerinnen hatten sich zur Feier der Prunksitzung erneut vereint. "Als wir beim Inthronisationsball die kleine Prinzengarde gesehen haben, hat uns das regelrecht weh getan", sagte Nina Schweizer, die die Gruppe trainiert. Über verschiedenste Kanäle brachten sie und ihre Freundinnen die ausgeschiedenen Gardemädchen der vergangenen Jahre noch einmal zusammen. Nach zwei Monaten Training meldeten sie sich am Samstag in Bestform zurück. Ob daraus erneut eine große Prinzengarde entsteht, ist aber unklar: "Das müssen wir abwarten."

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