Entwicklung 14 Bauplätze in Suppingen beschlossen

Suppingen / mp 16.06.2018

Nur noch ein Bauplatz ist in dem Laichinger Teilort frei, schon jetzt gibt es Anfragen für weiteres Bauland. Der Gemeinderat hat daher den Weg frei gemacht für die Erschließung weiterer 14 Bauplätze im Baugebiet „Falge“.  Der Ortschaftsrat hatte sich im Vorfeld bereits mehrheitlich dafür ausgesprochen. „Wir brauchen die Bauplätze, um unseren Ort jung zu halten, zu viele Familien sind schon abgewandert, und auch die Vereine brauchen dringend Nachwuchs“, sagte Ortschafts- und Stadträtin Heiderose Burkhardt am Laichinger Ratstisch.

Fertigstellung 2019

Die Erschließung und der Landschaftsbau des 7700 Quadratmeter großen Areals ist mit Gesamtkosten von brutto 800 000 Euro kalkuliert. Im zweiten Bauabschnitt sollen diese 14 Grundstücke zum Bauen vorbereitet werden. Die Stadt sieht einen Zeitplan vor, wonach bei jetziger Ausschreibung bereits im Oktober die Vergabe erfolgen könne. Um zu hohe Angebotspreise angesichts der Hochkonjunktur im Bauhandwerk möglichst zu vermeiden, will die Stadt den ausführenden Baufirmen selbst überlassen, ob sie im Herbst dieses Jahres oder im Frühjahr 2019 mit den Bauarbeiten beginnen. Die Fertigstellung Ende 2019 müsse allerdings gewährleistet sein.

Kurz diskutierte das Gremium intensiv das Thema Elektrosmog und Lärmbelastung im Wohngebiet, weil die 380 KV-Hochspannungsleitung des Albwerks weniger als 100 Meter entfernt von der Bebauung verläuft. Für Ortschaftsrat Ludwig Häberle liegt das künftige Baugebiet zu nahe an der Leitung. Insbesondere der Coronalärm, der Brummton, der entsteht, wenn die Leitungen feucht sind, sei mit Wohnbebauung nicht vereinbar. Stadtrat Günter Schmid griff das Thema im Laichinger Rat auf: „Ich würde dort keinen Bauplatz kaufen.“ Amtsleiter Günter Hascher legte aktuelle Studien der Bundesnetzagentur vor. Die Abstände bei Elektrosmog würden eingehalten. Beim Coronalärm scheiden sich die Geister. Die Abstandsempfehlungen, die Hascher verlas, gehen von 75 Meter bis 600 (BUND). „Würden wir diese Entfernung einhalten, müsste halb Suppingen ausziehen“, so Hascher.

Keine Probleme

Bernhard Schweizer (LAB) sah kein Problem für die Erschließung des Wohngebiets, die Stadt müsse die Bauwilligen allerdings auf die Thematik hinweisen. Bei zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen gab der Laichinger Gemeinderat Grünes Licht für die Erschließung. Weitere 29 Bauplätze könnten im Baugebiet „Falge“ in späteren Bauabschnitten entstehen. 

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