Im Prozess um einen mutmaßlichen Auftragsmord in Freiburg will das dortige Landgericht am Mittwoch das Urteil verkünden. Angeklagt wegen Mordes ist ein 33 Jahre alter Mann. Dem Deutschen wird vorgeworfen, einen 24-Jährigen mit zwei Schüssen in den Kopf getötet zu haben. Die Tat ereignete sich vergangenen Juli in einem Gewerbegebiet in Freiburg. Hintergrund waren nach Angaben von Ermittlern Drogen- und Geldgeschäfte. Zum Prozessauftakt Anfang März hat der Angeklagte gestanden, geschossen zu haben. Als Lohn für die Tat habe er von seinem Auftraggeber 50.000 Euro erhalten. Zudem habe er von ihm die Tatwaffe bekommen.

Staatsanwalt: Angeklagter handelte im Auftrag eines Anwalts

Der Angeklagte handelte laut Staatsanwaltschaft im Auftrag eines 39 Jahre alten Freiburger Rechtsanwalts. Dieser hatte laut den Ermittlern von dem 24-Jährigen, der Opfer des tödlichen Verbrechens wurde, eine große Summe aus Drogengeschäften aufbewahrt. Er habe den Mord aus Geldgier in Auftrag gegeben. Der Jurist hatte sich im vergangenen November im Gefängnis in seiner Zelle das Leben genommen.

Der Staatsanwalt fordert eine lebenslange Haftstrafe für den 33 Jahre alten Angeklagten. Dessen Verteidiger nannte bei seinem Plädoyer am Montag kein konkretes Strafmaß (Az.: 1 Ks 200 Js 24616/19).