Baden-Württemberg Dick im Dienst? Zweifel an Fitness der Polizeischüler

Der Landesvorsitzende Ralf Kusterer der Deutschen Polizeigewerkschaft Baden-Württemberg. Foto: Marijan Murat/Archiv
Der Landesvorsitzende Ralf Kusterer der Deutschen Polizeigewerkschaft Baden-Württemberg. Foto: Marijan Murat/Archiv © Foto: Marijan Murat
Stuttgart / DPA 16.08.2018

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat Zweifel an der Fitness der Polizeischüler in Baden-Württemberg - und fordert Konsequenzen. „Der Anteil der Polizeischüler, die beim Sport durchfallen, nimmt deutlich zu“, sagte Landeschef Ralf Kusterer „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ (Donnerstag). Viele scheiterten am 5000-Meter-Lauf. „Es gibt Leute mit hervorragenden Theorieleistungen, die im Sport durchfallen - da muss man doch schauen, wie den Problemen zu begegnen ist, und Angebote machen.“ Trainingspläne seien ein Beispiel.

1,6 Prozent mussten die Ausbildung abbrechen

Das Innenministerium hält die Lage für weniger dramatisch. „Handlungsbedarf sehen wir aktuell nicht“, sagte ein Sprecher den Blättern. Das bedeute aber nicht, „dass die Prozesse nicht fortlaufend evaluiert“ würden. Bei den im Jahr 2016 eingestellten Auszubildenden im mittleren Polizeivollzugsdienst hätten im Schnitt 1,6 Prozent bisher die Leistungsanforderungen im Sport nicht erfüllt. Konkret mussten demnach von 759 Auszubildenden 12 wegen der sportlichen Leistungen die Ausbildung beenden. Weitere Zahlen wurden nicht genannt.

Nachweis über sportliche Qualifizierung

Bewerber müssen das Deutsche Sportabzeichen in Silber und einen Schwimmnachweis über 200 Meter in einer Mindestzeit vorlegen. Wer das nicht kann, muss einen 3000-Meter-Lauf in der Zeit absolvieren, die das Sportabzeichen für das jeweilige Alter vorgibt.

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