Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat einem Zeitungsbericht zufolge ein ambitioniertes Verkehrskonzept vorgelegt, um die Klimaschutzziele doch noch einzuhalten. Baden-Württemberg könne dazu beitragen, wenn bis 2030 im Land doppelt so oft öffentliche Verkehrsmittel genutzt würden wie bisher, sagte er der „Südwest-Presse“ (Samstag).

Zudem schlägt er in dem Fünf-Punkte-Plan vor: „Jedes dritte Auto muss klimaneutral fahren, in Städten müssen ein Drittel weniger Autos fahren, jeder zweite Weg unter fünf Kilometern muss mit eigener Körperkraft - ob zu Fuß, per Rad oder Tretroller - zurückgelegt werden, und schließlich muss jede dritte Tonne Fracht klimaneutral transportiert werden“.

Nur mit solch erheblichen Anstrengungen sei es möglich, die Wende noch zu schaffen. „Ich glaube, es ist sehr anspruchsvoll, aber machbar“, sagte er der Zeitung. „Ohne Verkehrswende ist der Industriestandort hier gefährdet. Und das Klima!“

Ähnliche Ziele hatte Hermann bereits im „Klimaschutz-Szenario Baden-Württemberg 2030“ im Jahr 2017 formuliert. Demnach soll der verkehrsbedingte CO2-Ausstoß im Südwesten im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent sinken.

Infos des Ministeriums zum Klimaschutzszenario bis 2030