Stuttgart Zahl der Asylanträge im Südwesten halbiert sich

Stuttgart / DPA 04.01.2018

Die Zahl der Flüchtlinge in Baden-Württemberg hat sich im vergangenen Jahr mehr als halbiert. 2017 kamen weniger als 16 000 Menschen neu im Südwesten an, wie das Innenministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Zuvor hatten „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ berichtet. Im Jahr 2016 wurden den Angaben zufolge noch 33 000 Neuankömmlinge registriert. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 waren es noch 98 000 Menschen gewesen.

„Wir dürfen uns auf diesen gesunkenen Zahlen freilich nicht ausruhen“, erklärte Innenminister Thomas Strobl (CDU). „Wir müssen an einer konsistenten, gemeinsamen europäischen Flüchtlingspolitik arbeiten, an einem europäischen Asylsystem, an dem sich alle beteiligen und das für alle EU-Staaten verbindlich gilt.“ Auf diese kontinentale Herausforderung müsse Europa eine kontinentale Antwort geben. „Dazu gehört zum Beispiel auch, dass wir die Leistungen für Asylbewerber in ganz Europa auf einem bestimmten Niveau angleichen.“

Die größte Gruppe mit rund 2700 Menschen kam im vergangenen Jahr aus Syrien in den Südwesten. Weitere Herkunftsländer waren Nigeria (1700), der Irak (1500), Gambia (1300) und Afghanistan (600).

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