Im von der Corona-Krise heftig gebeutelten Tourismus im Südwesten ist nach Ansicht von Minister Guido Wolf (CDU) inzwischen eine vorsichtige Trendwende zu erkennen. „Die Tourismuswirtschaft in Baden-Württemberg ist im März drastisch eingebrochen und lag im April und Mai am Boden. Damit war leider zu rechnen, die Zahlen sind dennoch erschütternd“, sagte Wolf der Deutschen Presse-Agentur. Seit Juni zeichne sich eine vorsichtige Trendwende ab. Vor allem der Inlandstourismus und die Naherholung trügen zur Entspannung der Lage bei, sagte der Tourismusminister.

Drastische Einbußen im ersten Halbjahr

Am Donnerstag hat das Statistische Landesamt die Halbjahresbilanz mit den Gäste- und Übernachtungszahlen der ersten sechs Monate vorgelegt. Demnach hat die Coronavirus-Pandemie mit Lockdowns und Reisebeschränkungen in der ganzen Welt dem Tourismus im Südwesten drastische Einbußen beschert. Bis Ende Juni kamen nur rund 4,9 Millionen Gäste in Baden-Württemberg an und damit nicht einmal halb so viele wie in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Die Zahl der Übernachtungen ging um knapp die Hälfte auf rund 13,3 Millionen zurück.

Öffnung im Mai laut Wolf die richtige Entscheidung

Rückblickend habe es sich als richtig erwiesen, im Mai auf eine Öffnung zu dringen und intensiv für Reisen, Kurzurlaub und Wochenendausflüge in Baden-Württemberg zu werben, sagte Wolf. Im günstigsten Fall stelle sich nun eine anhaltende Regeneration ohne weitere Einbrüche ein - von saisonalen Schwankungen einmal abgesehen. „Es ist deshalb absolut wichtig, dass wir bei der Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln jetzt nicht nachlässig werden“, mahnte Wolf.