Wölfe Wölfe: Herdenschutz im Südwesten wird weiter erprobt

Stuttgart / Fabian Ziehe 05.01.2018
Ein gemeinsames Projekt des Nabu-Landesverbands und des Landesschafzuchtverbandes wird verlängert. Die Mittel stellt das Umweltministerium.

Auf Wunsch der Landtags-Grünen hin finanziert das Land die kommenden zwei Jahre ein Folgeprojekt von Nabu und Landesschafzuchtverband zum Herdenschutz. „Wir Grünen unterstützen die Schäfer, Ziegen-, Rinder- und Pferdehalter im Land und nehmen ihre Sorgen vor dem Wolf sehr ernst“, erklärte der naturschutzpolitische Sprecher der Grünen, Markus Rösler.

Die 200 000 Euro für das vorausgegangene Projekt 2015/2016 kamen vom Landwirtschaftsministerium. Nun läuft die Förderung für 2018/2019 in Höhe von 300 000 Euro über das Umweltministerium. Zwischen den beiden Häusern gab es in der Vergangenheit Unstimmigkeiten bei diesem Thema.

Mit den Mitteln wird weiter am Umgang mit Herdenschutzhunden und Elektrozäunen gefeilt. „Hier haben wir noch erheblichen Forschungs- und Erprobungsbedarf“, sagte Rösler. Das hatte das Symposium zum Abschluss des ersten Projekts im Oktober gezeigt: Schafzüchter und Nabu hatten darauf gedrängt, weiter an Lösungen speziell für die Gegebenheiten im Land zu arbeiten.

Brisanz erhält die Erforschung und Erprobung von Herdenschutz-Maßnahmen durch die zunehmende Meldung über Wolfssichtungen und Attacken im Land. „Jedes gerissene Tier ist ein gerissenes Tier zu viel“, erklärte Rösler. Das Herdenschutz-Projekt sei ein „wichtiger Schritt, um die Schaf- und anderen Nutztierhalter zu unterstützen“.

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