Zwei Fässer Wein hat der Winzer Josef Möth vor rund einem Jahr in der Bregenzer Bucht im Bodensee versenkt - eines davon soll am Samstag (10.00 Uhr) wieder heraufgeholt werden. Mit dem Versuch will er herausfinden, ob sich die gleichbleibende Temperatur von vier Grad, der in der Tiefe herrschende Druck und die spärlichen Lichtverhältnisse auf Qualität und Geschmack des Weins auswirken. Möth setzt große Hoffnungen in das Ergebnis: „Es kann sein, dass wir mit unserem Experiment eine neue Ära der Weinlagerung eingeleitet haben“, sagte er im Vorfeld.

Fässer in Spezialfolie gepackt

Die beiden 1000-Liter-Tanks mit Rot- und Weißwein liegen seit Mai 2019 auf dem Bodenseegrund. Während der Weißwein nun mithilfe von Tauchern, Seilen und Hebeballons heraufgeholt werden soll, bleibt der Rotwein noch bis zum Herbst in der Tiefe. Auch Bootsbesitzer könnten das Experiment mit Interesse verfolgen: Die Fässer wurden in eine Spezialfolie gepackt, um zu erforschen, ob das Ablagerungen und eine Ansiedlung der im Bodensee weit verbreiteten Quagamuscheln verhindern kann.