Stuttgart Wieder Autos auf der Autobahn unter Beschuss

Stuttgart / LSW 21.05.2012

Die Serie von Schüssen auf Transporter mit Neuwagen auf der Autobahn hält nach Erkenntnissen der Polizei an: Seit Mitte 2008 ist Baden-Württemberg in 17 Fällen als Tatort registriert worden, wie das Landeskriminalamt in Stuttgart mitteilte. Der jüngste Vorfall wurde erst vor rund einer Woche nach einem Unfall auf der Autobahn 5 im Kreis Karlsruhe entdeckt. Insgesamt hätten 135 von den bundesweit festgestellten 469 Fällen einen Bezug zum Südwesten, teilte ein Sprecher mit. Das heißt: Die beschossenen Transporter waren in Baden-Württemberg abgefahren oder hier angekommen.

Die nach dem jüngsten Vorfall an der A 5 gefundenen Projektile, der Schusswinkel und die Vorgehensweise entsprechen vergleichbaren Taten, die seit 2008 die Ermittler bundesweit beschäftigen. Immer wieder kommt es zu Schüssen aus Kleinkaliber-Waffen auf neue Autos, die auf Transportern stehen.

Der Polizei gibt diese Serie Rätsel auf. Die bisherigen Ermittlungen haben laut Bundeskriminalamt zutage gefördert, dass wohl ein Lastwagenfahrer von der Gegenfahrbahn aus auf die Neuwagen schießt. Dafür spreche auch die erhöhte Position, von der aus die Schüsse abgegeben wurden. Bei dem Täter dürfte es sich um einen Lkw-Fahrer handeln, der regelmäßig in Deutschland unterwegs ist, heißt es im Fahndungsaufruf des BKA.

Schwerpunkte sind Autobahnen in Nordrhein-Westfalen, in Bayern und Baden-Württemberg. Im Südwesten kam es zu Vorfällen auf der A 5 nördlich von Karlsruhe, an der A 6 zwischen Bad Rappenau bei Heilbronn Richtung Nürnberg und an der A 8 zwischen Karlsruhe und Pforzheim.

Themen in diesem Artikel