Stuttgart Weiter Kritik an Kretschmanns Aussagen zu Flüchtlingen

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Sebastian Gollnow/Archiv
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Sebastian Gollnow/Archiv © Foto: Sebastian Gollnow
Stuttgart / DPA 16.11.2018

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) erntet weiter Kritik für seine Äußerungen, problematische Flüchtlinge von Großstädten fernzuhalten und im Land zu verteilen. Der Ellwanger Bürgermeister Volker Grab (Grüne) sprach in der „Schwäbischen Zeitung“ (Samstag) von einer unsäglichen Debatte. „Es wird als Lösung suggeriert, straffällige Ausländer aufs Land zu schicken - und das von Menschen, die sich selbst vor allem in Großstädten bewegen.“

Der Bürgermeister von Kretschmanns Heimatstadt Sigmaringen, Marcus Ehm (CDU), sagte: „Solche Äußerungen sind wohl eher politischen Überlegungen geschuldet als in der Sache durchdacht.“ Was helfe, sei ein konsequentes Vorgehen gegen Straftäter bei kleinen Delikten.

Kretschmann hatte gesagt, „Männerhorden“ müsse man trennen. Der Gedanke, einige von ihnen in die „Pampa“ zu schicken, sei nicht falsch. Später bezeichnete er seine Wortwahl als missverständlich, er blieb aber bei seiner Grundaussage.

Regierungssprecher Rudi Hoogvliet sagte der Zeitung: „„Pampa“ war in diesem Zusammenhang umgangssprachlich gemeint und keineswegs abwertend. Der Ministerpräsident ist selbst ein überzeugter „Provinzler“.“ Es gehe Kretschmann darum, problematische Gruppen aufzulösen und auf verschiedene Kommunen zu verteilen. „Wir reden hier also nicht von bestimmten Orten oder Ortsgrößen.“

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