Stuttgart Warnungen vor Falschfahrern gehen zurück

Stuttgart / HGF 23.02.2016
Vor 392 Falschfahrern musste letztes Jahr gewarnt werden, das waren 52 weniger als 2014.

Weil seit Juli 2015 die Unfälle, die von den "Geisterfahrern" verursacht werden, in der Statistik gesondert erfasst werden, ist nun auch bekannt, dass die Polizei im zweiten Halbjahr 19 solcher Karambolagen erfasst hat. Dabei entstand bei 14 Zusammenstößen Sachschaden, bei fünf Kollisionen wurden fünf Personen verletzt, eine davon schwer. Auffallend oft geraten Autofahrer an Sonn- und Montagen zwischen 13 und 15 Uhr sowie dienstags und donnerstags zwischen 19 und 1 Uhr auf die falsche Spur.

Innenminister Reinhold Gall (SPD) nannte diese Details am Montag beim Bericht über die Arbeit der Landesmeldestelle für den Verkehrswarndienst. Mit 41.329 Meldungen sei ein neuer Rekord erreicht worden, 2011 waren es noch 30.134. Zu 69 Prozent waren Autobahnen betroffen, zu 22 Prozent Bundesstraßen. Mit 53 Prozent machten Hinweise auf Gefahren wie entlaufene Tiere oder verlorene Gegenstände die Mehrheit aus. Störungen wegen Staus, Unfällen oder Baustellen summierten sich auf 45 Prozent. Der Rest entfiel auf Veranstaltungen, Unwetter oder Hochwasser.

Am meisten Geduld brauchten Autofahrer auf den Autobahnen 6 (Nürnberg-Mannheim), 81 (Singen -Würzburg) und 8 (Stuttgart-Karlsruhe). Dort entstanden mit je 30 Kilometern die längsten Staus.