Heilbronn War Amoklauf vorhersehbar? Vater verklagt Klinikärzte

Am 11.03.2009 tötete ein jugendlicher Amokläufer 15 Menschen und sich selbst. Foto: Inga Kjer/Archiv
Am 11.03.2009 tötete ein jugendlicher Amokläufer 15 Menschen und sich selbst. Foto: Inga Kjer/Archiv
Heilbronn / dpa 22.03.2016

ein halbes Jahr vor der Bluttat angeschaut und auch mehrfach mit ihm gesprochen. Der Vater beklagt, er sei nicht darüber informiert worden, welche Gefahr von seinem Sohn ausging. Es habe Behandlungsfehler gegeben, die eine Ursache für die Bluttat gewesen seien.

Hintergrund der Klage ist die Hoffnung des Vaters, von Forderungen nach Schadenersatz und Schmerzensgeld teilweise befreit zu werden. Das Klinikum habe die Hälfte der von ihm verlangten Millionensummen zu tragen. Nach Darstellung des Klinikums wurde den Eltern eine Behandlung empfohlen. Diese sei aber nie angetreten worden.

Der Amokläufer hatte am 11. März 2009 an seiner ehemaligen Schule in Winnenden und auf der Flucht 15 Menschen und sich selbst erschossen. Die Tatwaffe hatte sein Vater im Kleiderschrank versteckt. Der Mann war deswegen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

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