Land am Rand Von Hühnern und dem Glück

Das Huhn und der Wahnsinn liegen manchmal nah beieinander.
Das Huhn und der Wahnsinn liegen manchmal nah beieinander. © Foto: Monika Skolimowska/dpa
Schwetzingen / Kathrin Kammerer 25.07.2018

„Hermann! Das verrückte Huhn ist wieder da!“ Was Frau Bratbecker ihrem Mann für den Mc-Donalds-Werbespot schon Anfang der 90er-Jahre über den Strand zwitscherte, gilt noch heute: Unter einem harmlos aussehenden Federpelz verbirgt sich oft mehr Irrsinn, als man auf den ersten Blick annehmen mag. So sang sich die Israelin Netta Barzilai mit ihrer feministischen Hymne beim Eurovision Song Contest im Mai schrill gestylt und gackernd auf das Siegerpodest. Auch richtige Hühner können es zu großer Bekanntheit bringen: So retteten Polizisten ebenfalls im Mai ein Huhn, das furchtlos über die Autobahn bei Heilbronn wackelte. Sie tauften es kurzerhand auf den Namen Geli und veröffentlichten die ungewöhnliche Rettungsgeschichte unter dem Hashtag #Autobahnhuhn in mehreren Sozialen Netzwerken.

Es sollte nicht der letzte Autobahn-Spaziergang eines Huhns bleiben. Nun bekamen die Beamten der Schwetzinger Polizei den Anruf: Das verrückte Huhn ist wieder da! Geli war es dieses Mal nicht: Die lebt mittlerweile glücklich in einem neuen Stall, da sich ihr wahrer Besitzer trotz des großen Medienrummels nie gemeldet hatte. Nein, dieses Mal war es war Henriette. So tauften die Polizisten das neue Huhn, das „unter Beifall der Verkehrsteilnehmer widerstandslos festgenommen“ werden konnte. Wer die Festnahmeorte von Geli und Henriette vergleicht, der bemerkt: Sie liegen zwar fast eineinhalb Stunden voneinander entfernt, aber beide Hühner schienen Gefallen an
der A6 gefunden zu haben. 
Warum? Huhn knows...

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