Land am Rand Von Birnen und Buddelschiffen

Und wie kommt die ganze Birne in die Flasche mit dem Birnenbrand? Museum beuren, bitte anworten!
Und wie kommt die ganze Birne in die Flasche mit dem Birnenbrand? Museum beuren, bitte anworten! © Foto: © Francesco de Marco/Shutterstock.com
Beuren / Alfred Wiedemann 01.09.2018

Schon das Museumsgelände in Beuren taugt zum  Anschauungsunterricht: 500 Bäume voller Äpfel und Birnen zeigen, dass man hier im Kreis Esslingen in einer prächtigen Streuobstlandschaft lebt. Streuobst, weil die  Früchtchen nicht geballt an einem Fleck angebaut werden, sondern die Bäume über die Wiesen verstreut sind. Je mehr Bäume, desto mehr Saft im Herbst.

Leider machen sich immer weniger die Mühe mit Einsammeln und Mosten. Um zu zeigen, was für ein Schatz mit jeder nicht mehr gepflegten Streuobstwiese verloren geht, lädt das Beurener Museum zur pädagogischen Mitmachaktion. Schulklassen, Kindergartengruppen oder Vereine können sich anmelden und erfahren, „wie das Obst in die Flasche kommt“. Einsammeln, Waschen, Mahlen und Pressen, und dazu noch Wissenswertes über Tiere und Pflanzen, die sich auf einer Streuobstwiese wohl fühlen.

Das ist eine feine Sache für Groß und Klein und eine gute Werbung für den dringend nötigen Erhalt alter Obstbäume. Fragt sich nur, ob die Museumspädagogen außer zum Thema Obstsäfte auch zum Thema Hochprozentiges lang vermisste Antworten liefern. Zu klären wäre nämlich endlich mal, wie die ganzen Birnen in die Flaschen mit dem Birnenschnaps kommen?  Geht das wie beim Kutter in einem Buddelschiff? Oder wie? Das Museum weiß hoffentlich die Antwort. Am besten nur in den Mitmachkursen für Erwachsene, nicht für die Kinder. Für die Kleinen reicht Saft.

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