Von 3379 Kommunen blieb weniger als ein Drittel selbstständig

SWP 11.09.2012

Die Gemeindereform verringerte die Zahl der selbstständigen Kommunen in Baden-Württemberg 1975 von 3379 auf 1110. Über 400 Ortschaften haben sich dem Gesetz nur unter Zwang unterworfen.

Bürgerinitiativen aus zwölf Teilorten, die um ihre Loslösung kämpften, schlossen sich in einem Landesverband zur Korrektur der Gemeindereform zusammen: Elsenz im Landkreis Heilbronn war dabei, Berau und Brenden im Kreis Waldshut, Berkheim im Kreis Esslingen, Dellmensingen im Alb-Donau-Kreis, Ergenzingen (Kreis Tübingen), Glottertal, Haubersbronn (Rems-Murr-Kreis), Königshofen (Main-Tauber-Kreis), Münchweier (Ortenaukreis),Untergröningen (Ostalbkreis) und Züttlingen (Landkreis Heilbronn).

Einzelkämpfer aus 17 weiteren Ortschaften schlossen sich dem Landesverband der "Dorfrebellen" gleichfalls an.

Inzwischen ist die Zahl der selbstständigen Gemeinden auf 1101 zurückgegangen - aber durch freiwillige Zusammenschlüsse. 2006 ging Tennenbronn mit Schramberg (Kreis Rottweil) zusammen, 2007 Betzweiler-Wälde mit Loßburg (Kreis Freudenstadt). 2009 hieß es aus acht mach eins: Bürchau, Elbenschwand, Neuenweg, Raich, Sallneck, Tegernau, Wies und Wieslet bildeten im Kreis Lörrach die Gemeinde "Kleines Wiesental". hgf