Drei von vier Ausländern könnten in Baden-Württemberg eingebürgert werden. 935 000 der gut 1,2 Millionen ausländischen Bürger lebten Ende 2011 schon mindestens acht Jahre im Land und erfüllten damit die entsprechende Voraussetzung, teilte das Statistische Landesamt am Dienstag in Stuttgart mit. Dies seien 77 Prozent. Die Zahl der tatsächlichen Einbürgerungen sei dagegen mit 14 200 oder 1,5 Prozent sehr gering.

Fast jeder dritte Ausländer wohnt sogar seit 30 oder mehr Jahren im Land. Besonders "treu" sind die Kroaten mit 61 Prozent und die Österreicher mit 57 Prozent. Bei den Spaniern, Italienern und Griechen sind es jeweils rund die Hälfte. Auch 39 Prozent der Türken sind bereits seit mindestens drei Jahrzehnten im Land daheim.

Drei Viertel aller Babys ausländischer Mütter im Südwesten haben laut Statistikamt im Jahr 2011 mit der Geburt die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen. Insgesamt waren es mehr als 14 000 von rund 19 000. Der Anteil schwankt nach Landkreisen erheblich. Der Landkreis Hohenlohe erreichte den Angaben zufolge mit fast 90 Prozent den höchsten Wert, im Landkreis Lörrach lag der Anteil mit unter 55 Prozent am niedrigsten.