Stuttgart Verfassungsschutz: „Prepper“ derzeit nicht im Fokus

Eingangsschild des Landesamts für Verfassungsschutz. Foto: Marijan Murat/Archiv
Eingangsschild des Landesamts für Verfassungsschutz. Foto: Marijan Murat/Archiv © Foto: Marijan Murat
DPA 01.01.2018

Dem Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) in Baden-Württemberg liegen keine Erkenntnisse über verfassungsfeindliche Bestrebungen der sogenannten Prepper-Szene vor. Wie ein Sprecher des Amtes der Deutschen Presse-Agentur sagte, wird die Szene daher aktuell nicht beobachtet. „Auch eine Überprüfung ist derzeit nicht beabsichtigt“, sagte der Sprecher.

Der Begriff ist vom englischen „to be prepared“ (vorbereitet sein) abgeleitet. „Prepper“ wollen angeblich für einen befürchteten Zusammenbruch der staatlichen Ordnung gewappnet sein. Dazu legen manche von ihnen Vorräte an und diskutieren Strategien für Notfälle und sogar für den Ausbruch eines Bürgerkrieges. Eine „Prepper-Gemeinschaft“ Deutschland distanziert sich auf ihrer Internetseite von Rechts- und Linksradikalen.

Wie eine Sprecherin des baden-württembergischen Innenministeriums sagte, wurde bei der Innenministerkonferenz am 7. und 8. Dezember in Leipzig vereinbart, die „Prepper“-Szene nicht zu beobachten. Gleichwohl soll bis zum nächsten Treffen im Sommer ein Bericht über sie vorliegen. „Baden-Württemberg gilt bisher nicht als Schwerpunkt dieser Szene. Diese ist aus unserer Sicht momentan eher in den neuen Bundesländern verbreitet“, fügte die Sprecherin hinzu.

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