Villingen-Schwenningen Unterkünfte für Flüchtlinge als Zwischenlösung

Villingen-Schwenningen / LSW 17.02.2015
Unterkunft auf Zeit: Rund 360 Flüchtlinge haben übergangsweise ein neues Zuhause in ehemaligen Soldatenwohnungen in Villingen-Schwenningen gefunden.

"Ich bin sehr dankbar für die schnelle Umsetzung", erklärte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer (parteilos) gestern. Die ersten beiden Busse mit Flüchtlingen seien bereits am Samstag angekommen. Die zusätzliche Unterkunft war wegen stark gestiegener Flüchtlingszahlen notwendig geworden. Die Bedarfsorientierte Erstaufnahmeeinrichtung (BEA) in Villingen-Schwenningen soll eine Zwischenlösung sein, bis die Landeserstaufnahmestelle in Freiburg zur Verfügung steht, wie Schäfer betonte.

Auch in Heidelberg gibt es eine BEA - auf dem ehemaligen US-Gelände Patrick-Henry-Village. Der Gemeinderat hatte im November der Einrichtung für den Fall zugestimmt, dass alle anderen Aufnahmestellen im Land ausgelastet sind. Nun scheint aber unklar, wie lange die Flüchtlinge in der Unterkunft bleiben. Die Nutzung der Heidelberger Einrichtung solle nach Möglichkeit noch in diesem Frühjahr schrittweise heruntergefahren werden, erklärte das Integrationsministeriums gestern.

Heidelbergs OB Eckart Würzner (parteilos) hat indes das Land aufgefordert, das Winternotquartier wie vereinbart im Frühjahr komplett zu räumen.