Bildung Umbau der Schulverwaltung wird teuer

Stuttgart / Axel Habermehl 09.10.2018

Der Umbau der baden-württembergischen Schulverwaltung und des Unterstützungssystems hinter den Schulen wird teurer als angenommen. Das geht aus Plänen des Kultusministeriums hervor, die dieser Zeitung vorliegen.

Laut der Kabinettsvorlage zum „Qualitätskonzept“ rechnet Ministerin Susanne Eisenmann (CDU) von 2019 bis 2023 mit Mehrkosten von rund 33 Millionen Euro. Sie entstehen vor allem durch Leitungsstellen an neuen Institutionen und „sächliche Einmalkosten“ wie Ausgaben für Umzüge und Ausstattung. Zudem könne „die strukturelle Mehrbelastung“, etwa Personalausgaben, „noch nicht konkret beziffert werden“. Die Personalausgaben würden sich aber „sukzessiv reduzieren“.

Bisher hieß es, die Reform solle kostenneutral umgesetzt werden. Auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE im August antwortete das Ministerium: „Es ist in der Tat vorgesehen, den umfassenden Prozess der Neuorganisation schulischer Qualitätsentwicklung möglichst durch eine Bündelung bereits vorhandener Ressourcen und ohne größere zusätzliche Belastungen des Landeshaushaltes zu realisieren.“ Gleichwohl könnten Zusatzbedarfe im Übergang entstehen, „die sich dann allerdings regulieren“. Auch wegen der Kosten haben die Grünen das Thema von der heutigen Kabinettssitzung nehmen lassen. Eisenmann soll stattdessen den Regierungsfraktionen berichten.

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