Stuttgart / DPA Die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg will nach den gewalttätigen Demonstrationen in Chemnitz ein breites Bündnis gegen Hass ins Leben rufen.

Die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg will nach den gewalttätigen Demonstrationen in Chemnitz ein breites Bündnis gegen Hass ins Leben rufen. Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Gewerkschaften und Migrantenorganisationen sollten sich an der Kampagne beteiligen, sagte der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde, Gökay Sofuoglu, der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. „Chemnitz betrifft uns alle. Das ist nicht nur ein sächsisches Problem.“

Nach den gewalttätigen Ausschreitungen kommt Chemnitz auch am Donnerstag nicht zur Ruhe. Weitere Demonstrationen sind geplant – unter anderem wegen des Besuchs von Sachsens Ministerpräsident Kretschmer.

Mahnwache gegen Gewalt

Als erste und zeitnahe Aktion ruft die Türkische Gemeinde zur Teilnahme an einer Mahnwache gegen Gewalt und Hass am 01. September 2018, am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus am Karlsplatz in Stuttgart, auf. die im Rahmen der Gedenkfeier von DGB-Stuttgart und VVN-BdA zum Antikriegstag in Deutschland stattfindet. In Chemnitz war es am Montagabend zu Ausschreitungen gekommen, mehrere Menschen wurden verletzt. Rechtsextreme machten gegen Ausländer mobil. Auslöser war, dass ein 35 Jahre alter Deutscher durch Messerstiche getötet worden war. Zwei Tatverdächtige, ein 23 Jahre alter Syrer und ein 22 Jahre alter Iraker, kamen in U-Haft.

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