Land am Rand Treppenlauf: Wer ist am schnellsten oben?

Rottweil / Petra Walheim 20.06.2018

Ehrgeiz ist ein zweischneidiger Antrieb. Gut dosiert, kann er eher träge Menschen auf Trab bringen, wenn sie sich ein Ziel setzen und dieses unbedingt erreichen wollen. Am besten geht das in einer Gruppe oder mit mindestens einem, in etwa gleich starkem „Konkurrenten“.

Ehrgeiz kann aber auch zerstörerisch sein. Dann, wenn Maß und realistisches Ziel aus den Augen verloren werden. In welche Kategorie die Teilnahme am ersten Thyssenkrupp-Testturm-Treppenlauf in Rottweil fällt, mag jeder für sich selbst entscheiden. Zu bezwingen sind 1390 Stufen, 232 Höhenmeter und Herden von inneren Schweinehunden.

Ehrgeizlinge, die sportlich  nur durchschnittlich unterwegs sind, aber unbedingt oben auf dem Turm, auf Deutschlands höchster Aussichtsplattform, einigermaßen lebendig ankommen wollen, sollten noch heute mit dem Training beginnen. Damit sie bis zum 16. September fit für diesen Höllen-Lauf sind.

Sie müssen ja nicht die Schnellsten sein. Gegen Profi-Treppenläufer – ja, die gibt es – haben sie ohnehin keine Chance. Aber es ist doch ein schönes Ziel, sich in gut drei Monaten in Form zu bringen für den höchsten Treppenlauf Deutschlands und Westeuropas.  Damit gibt Thyssenkrupp Elevator für seinen Turm weitere Superlative aus.

Wer trotzdem schlapp macht, kann sich gut versorgt wissen. An dem Lauf nehmen auch etliche Feuerwehrleute aus der ganzen Republik teil. Manche machen sich mit Atemschutzgeräten auf den Weg. Ob das gesunder Ehrgeiz ist?

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