Berlin Tödliche Unfälle bei Flugschauen

Berlin / dpa 10.09.2012
Bei Flugschauen leben nicht nur die Piloten gefährlich - Unglücke kosteten in Deutschland schon Dutzende Zuschauer und Unbeteiligte das Leben. Einige Fälle:
April 2012 - Bei einer Flugschau auf dem thüringischen Flugplatz Arnstadt-Alkersleben stürzt ein Kunstflieger aus einer Viererformation ab. Der Pilot kommt ums Leben.

September 2010 - Während eines Formationsfluges stoßen bei einer Oldtimer-Flugschau in Warngau (Oberbayern) zwei Maschinen mit den Tragflächen zusammen. Ein Flugzeug stürzt ab, der Pilot stirbt.

September 2010 - In Lillinghof bei Nürnberg rast ein 70 Jahre alter Doppeldecker beim Start in die Zuschauermenge. Eine Frau kommt ums Leben, 38 Menschen werden verletzt.

Juli 2009 - In Großostheim (Landkreis Aschaffenburg) rammt ein Doppeldecker im Tiefflug ein fahrendes Auto. Der Pilot und die dreiköpfige Familie im Auto wurden nur leicht verletzt.

April 2008 - Zwei Zuschauer sterben in Eisenach (Thüringen), als ein altes Propellerflugzeug beim Start in einen Zuckerwatte-Stand am Rande der Rollbahn rast. 15 Verletzte.

August 2001 - Während eines Schauflugs in Michelstadt (Hessen) stürzt ein Drei-Decker ab, weil ein Leitwerk bricht. Der Pilot wird tödlich verletzt.

September 1995 - In einem Oldtimer-Flugzeug stirbt der deutsche Astronaut Reinhard Furrer. Die Maschine vom Typ „Messerschmitt 108 Taifun“ war nach einer historischen Flugschau in Berlin nahe der Landebahn auf ein Feld gestürzt.

August 1988 - 70 Menschen sterben beim bisher folgenschwersten Unglück in Ramstein (Rheinland-Pfalz), als drei Jets einer italienischen Kunstflugstaffel zusammenprallen und in die Zuschauer stürzen. 352 Menschen werden verletzt.

Mai 1983 - Eine sechsköpfige Pfarrerfamilie verbrennt in ihrem Auto. Ein kanadischer Düsenjäger war bei einer Flugschau auf dem Frankfurter Flughafen auf die nahe gelegene Autobahn gestürzt. Der Pilot rettet sich mit dem Schleudersitz.