Vor gut einer Woche hatte der Betreiber der Altenpflegeinrichtungen in Endingen und Rheinhausen die Behörden über die Infektionen und die Sterbefälle informiert. Inzwischen ist klar: 30 Bewohner haben sich mit Salmonellen infiziert, zwei mit dem Erreger infizierte Menschen haben nicht überlebt. Unklar ist bisher noch, wann und wie genau sich die Senioren angesteckt haben.

Nach Angaben des Landratsamts Emmendingen werden Stuhlproben im Landesgesundheitsamt Stuttgart untersucht. Chemiker überprüfen zudem Lebensmittel in dem Heim. Ergebnisse werden erst Anfang kommender Woche erwartet. Eine erste Überprüfung von Proben aus der Großküche, die beide Heime versorgt, sind anscheinend aber negativ ausgefallen.

Nach Angaben des Landratsamtes waren die zwei gestorbenen Bewohner wohl bereits vor der Infektion gesundheitlich angeschlagen. Ob ein direkter Zusammenhang zwischen der Infektion und dem Tod der zwei Menschen besteht, war zunächst noch nicht klar.

Salmonellen sind stäbchenförmige Bakterien. Auf den Menschen können sie beim Essen tierischer Lebensmittel - rohes Fleisch, Fisch, Eier - übertragen werden. Gefährlich ist vor allem im Sommer, wenn solche Nahrungsmittel nicht ausreichend gekühlt werden. Symptome sind starker Durchfall und hohes Fieber, besonders für Ältere und Abwehrgeschwächte kann die Infektion tödlich verlaufen.