Stuttgart Tierschutz: Auf Hinweise aus Bevölkerung angewiesen

Baden-Württembergs Tierschutzbeauftragte, Cornelie Jäger, spricht. Foto: Daniel Bockwoldt/ Archiv
Baden-Württembergs Tierschutzbeauftragte, Cornelie Jäger, spricht. Foto: Daniel Bockwoldt/ Archiv
Stuttgart / dpa 04.10.2016

70 Anfragen erreichten Jäger im Jahr 2015 über das Tierschutztelefon. Weitere 50 umfangreichere Fälle wurden ihren Angaben zufolge von Bürgern oder Behörden, etwa Ordnungsämtern, über andere Kanäle gemeldet. Als Beispiel nennt sie die Beobachtung eines Spaziergängers, der gesehen habe, dass Kälber in einem Stall angebunden sind, was verboten sei. "Das kriegt man häufig nicht mit, wenn nicht jemand zufällig in den Stall schaut", sagte Jäger. Ihre Stelle kann die Veterinärämter auf den Missstand hinweisen.

Die größte Baustelle im Bereich des Tierschutzes ist für Jäger die Nutztierhaltung. "Da muss sehr viel mehr Transparenz her", sagte Jäger. Sie fordert eine verpflichtende und staatlich organisierte Kennzeichnung von Lebensmitteln aus der Landwirtschaft. Damit bekomme der Verbraucher die Möglichkeit, durch seine Kaufentscheidungen stärker mitzuentscheiden, was in den Ställen passiert.

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