Schöntal Südwest-CDU betont Leistungsprinzip an Schulen

Stühle stehen in einer Schule nach Unterrichtsende auf den Tischen. Foto: Caroline Seidel/Archiv
Stühle stehen in einer Schule nach Unterrichtsende auf den Tischen. Foto: Caroline Seidel/Archiv © Foto: Caroline Seidel
Schöntal / DPA 13.01.2018

Zum Abschluss ihrer Klausur hat die Südwest-CDU eine „Schöntaler Erklärung“ verabschiedet, in der sie auch eine stärkere Betonung des Leistungsprinzips in den Schulen fordert. Nach massiver Kritik von Verbänden wurde der Entwurf von Generalsekretär Manuel Hagel am Samstag im Kloster in Schöntal (Hohenlohekreis) aber in einigen wenigen Punkten entschärft. Nicht mehr Teil der Erklärung ist etwa eine Passage, in der Hagel eine Anwesenheitspflicht für Lehrer auch nach dem Schulunterricht im Sinne der 41-Stunden-Woche fordert. Dem Vernehmen nach sah auch Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) insbesondere in dem Punkt Verbesserungsbedarf.

Teil der Erklärung sind aber nach wie vor Forderungen wie die nach verpflichtenden Diktaten und die Betonung des Frontalunterrichts als „effektive Unterrichtsform“ neben dem selbst organisierten Lernen. „Lernerfolg muss an allen Schularten durch Notengebung vergleichbar und messbar sein“, heißt es zum Beispiel. Hagel wollte das nicht auf die Gemeinschaftsschule bezogen wissen, in der es in der Regel keine klassischen Zeugnisse, sondern Lernentwicklungsberichte gibt. Der Satz beziehe sich vielmehr auf manche Forderungen aus dem gesellschaftlichen Raum nach einer Schule generell ohne Noten.

Die Gemeinschaftsschule war unter der grün-roten Vorgängerregierung eingeführt worden. Sie ist manchen CDU-Politikern ein Dorn im Auge. Die Schulform an sich stellt die CDU aber nicht mehr infrage.

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Thomas Strobl

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