Stuttgart / DPA

Die Stadt Stuttgart will den Radverkehr ausbauen. Langfristig soll er ein Viertel des gesamten Verkehrs ausmachen. Wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilte, beschloss dies der Gemeinderat am Donnerstag. Geplant sind mehr Fahrradstraßen und der Bau von Radgaragen in Wohngebieten. Künftig sollen jedes Jahr 40 Euro pro Einwohner für den Radverkehr ausgegeben werden.

„Stuttgart soll eine echte Fahrradstadt werden“, sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne). Mit dem Beschluss greift der Gemeinderat die Forderungen der Initiative „Radentscheid Stuttgart“ auf. Deren Antrag auf einen Bürgerentscheid hat das Gremium hingegen aus juristischen Gründen abgelehnt.

Stuttgart gilt als traditionelle Autostadt. Auch die Kessellage macht es Radfahrern schwer. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) begrüßte die Entscheidung der Stadt, forderte aber auch konkrete Fortschritte: „Solche Aussagen gab es auch schon in der Vergangenheit, bisher sind darauf aber nur wenig Taten gefolgt“, sagte Frank Zühlke, stellvertretender Vorsitzender beim ADFC Stuttgart.

Mitteilung der Stadtverwaltung