Stuttgart / DPA  Uhr

Angesichts der angespannten Wohnungslage hat die Stadt Stuttgart beim Land ein kommunales Zugriffsrecht auf leerstehende Wohnungen angeregt. Das berichten die „Stuttgarter Nachrichten“ (Donnerstag) unter Berufung auf einen internen Vermerk aus dem Wirtschaftsministerium. Dabei geht es um Erfahrungen mit dem „Zweckentfremdungsverbot“. Es soll sicherstellen, dass Wohnungen nicht länger als sechs Monate leer stehen oder gewerblich genutzt werden. Ein Sprecher der Stadt Stuttgart sagte, bisher seien da nur Bußgelder möglich. Wirksamer könnte es nach seinen Worten sein, den Kommunen ein Zugriffsrecht auf die Wohnungen zu geben. Diese müssten dann zu Preisen nach dem Mietspiegel an die Kommune vermietet werden. Der Vorschlag löste bei Vertretern von Immobilieneigentümern Empörung aus. „Das wäre eiskalte Enteignung“, sagte der Geschäftsführer von Haus und Grund Württemberg, Ottmar Wernicke, der Zeitung.