Schöntal Strobl: Mein Platz ist in Baden-Württemberg

Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU). Foto: Marijan Murat
Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU). Foto: Marijan Murat © Foto: Marijan Murat
Schöntal / DPA 12.01.2018

Vize-Regierungschef Thomas Strobl (CDU) hat Gerüchte dementiert, wonach er als Bundesminister einer großen Koalition nach Berlin wechseln könnte. „Mein Platz ist in Baden-Württemberg. Ich habe hier eine Aufgabe und die Aufgabe will ich auch gerne erfüllen. Ich habe auch sehr viel Freude daran“, sagte Strobl am Freitag zum Auftakt der Klausur der baden-württembergischen CDU im Kloster in Schöntal (Hohenlohekreis). Strobl war nach der Landtagswahl 2016 von Berlin nach Stuttgart gewechselt, um hier die bundesweit erste grün-schwarze Landesregierung mitzugestalten.

Strobl war in Berlin an den Sondierungen der Union mit der SPD beteiligt, die am Freitag abgeschlossen wurden. Das Ergebnis sei eine gute Grundlage, um Baden-Württemberg nach vorne zu entwickeln. Falls eine große Koalition zustande komme, werde es keine Steuererhöhungen geben, sondern Steuerentlastungen, weil der „Soli“ abgeschmolzen werden solle. Entscheidend für Baden-Württemberg sei, dass auch für eine gute Verkehrsinfrastruktur gesorgt werden solle. An der Union wird eine große Koalition nach seiner Einschätzung nicht scheitern. „Mein Eindruck ist, dass CDU und CSU die Koalition wirklich wollen.“

Der CDU-Landesvorstand beschloss am Freitag ohne Änderungen den von CDU-Generalsekretär Manuel Hagel vorgelegten Entwurf für die „Schöntaler Erklärung“, der an diesem Samstag im großen Kreis diskutiert werden soll. Darin tritt die CDU für mehr Leistung an baden-württembergischen Schulen ein. In mehreren bundesweiten Vergleichstests waren die Schüler aus dem Südwesten abgesackt.

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