Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Thomas Strobl stellt sich in der Organspenden-Debatte hinter die Widerspruchslösung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). „Es ist leider so, dass immer noch Menschen auf der Transplantationsliste sterben, die nicht sterben müssten. Deshalb unterstütze ich Jens Spahn und die doppelte Widerspruchslösung“, sagte Strobl den „Stuttgarter Nachrichten“ und der „Stuttgarter Zeitung“ (Freitag).

„Ich habe schon vor vielen Jahren entschieden, dass ich einen Organspende-Ausweis habe.“ Strobl, der auch baden-württembergischer Innenminister ist, sagte, er habe höchste Achtung vor jedem Menschen, der sich mit der Frage befasse, „ganz gleich, wie sich die Person entscheidet“.

Nach dem Vorschlag einer Parlamentariergruppe um Spahn sollen alle Volljährigen grundsätzlich als Organspender gelten - bis auf Widerruf. Mit der sogenannten doppelten Widerspruchslösung wäre automatisch jeder Spender. Man könnte dazu aber noch Nein sagen. Sonst wäre - als doppelte Schranke - bei Angehörigen nachzufragen.