Bildung Streit um Bildungsplattform „Ella“ spitzt sich zu

Stuttgart / Axel Habermehl 14.06.2018

In den Auseinandersetzungen um die nicht funktionierende digitale Bildungsplattform „Ella“ verschärft sich der Ton. Während gestern der Landtag über das Projekt diskutierte und die Opposition der grün-schwarzen Regierung schwere Fehler vorwarf, erhöhen Kultus- und Innenministerium als Auftraggeber den Druck auf die Entwickler.

Mit der Umsetzung der „Elektronischen Lehr- und Lernassistenz“ (Ella) hat das Kultusministerium die Landesbehörde BITBW und die den Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken (KIVBF) beauftragt. Wie berichtet, kann „Ella“ wegen technischer Probleme nicht in Betrieb gehen. Ein Gutachten bescheinigt dem Projekt viele Mängel.

Kultusministerin Susanne Eisenmann und Innenminister Thomas Strobl (beide CDU) haben nun der KIVBF ein Ultimatum gesetzt. In zwei E-Mails von leitenden Beamten der Minister an Stefan Dallinger (CDU), Landrat des Rhein-Neckar-Kreises und KIVBF-Verbandschef, knüpfen die Ministerien die Fortsetzung des Projekts an drei „nicht verhandelbare Bedingungen“. Diese müssten „bis Mitte Juli erfüllt sein“. Die Schreiben liegen dieser Zeitung vor.

Der KIVBF wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Dallinger zeigt sich aber gelassen. Laut einem internen Schreiben gehe es um „kurzfristig aufgetretene kleinere technische Störungen“. Sie seien behebbar oder bereits behoben.

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