Stuttgart Verdi beschließt Warnstreikwoche mit über 9000 Teilnehmern

Eine Streik-Teilnehmerin hat sich „Ich bin es wert“ auf die Wange gedruckt. Foto: Andreas Arnold
Eine Streik-Teilnehmerin hat sich „Ich bin es wert“ auf die Wange gedruckt. Foto: Andreas Arnold © Foto: Andreas Arnold
Stuttgart / DPA 23.03.2018

Mit Arbeitsniederlegungen in Karlsruhe und im Ostalbkreis hat Verdi die Warnstreikwoche im öffentlichen Dienst beendet. Insgesamt nahmen mehr als 9000 Beschäftigte teil, wie die Gewerkschaft am Freitag in Stuttgart bilanzierte. In den Osterferien seien einzelne gezielte Aktionen geplant. Danach will die Gewerkschaft vor der dritten Verhandlungsrunde die Warnstreiks nochmals ausweiten.

In Karlsruhe blieben am Freitag Busse und Bahnen im Depot. Betroffen waren auch Kitas sowie Verwaltungen und die Müllabfuhr. Warnstreiks gab es auch in Stuttgart, Schwäbisch Gmünd und im Ostalbkreis. Die Gewerkschaft zählte über 1000 Teilnehmer.

Verdi sprach von einer härteren Gangart der Arbeitgeber: Aus den Bezirken Fils-Neckaralb, Oberschwaben und Ostwürttemberg-Ulm sei gemeldet worden, dass einige Kommunen ihren Beschäftigten Abmahnungen angedroht hätten, wenn sie sich für die Teilnahme am Warnstreik nicht ausstempeln. Verdi-Landeschef Martin Gross betonte: „Diese Versuche, über Einschüchterungen das Streikrecht einzuschränken, stärken den Zusammenhalt der Beschäftigten noch mehr.“

Im Tarifkonflikt fordert Verdi für die bundesweit rund 2,3 Millionen Beschäftigten in den Kommunen und beim Bund sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Arbeitgeber lehnen das ab. Der Tarifstreit betrifft in Baden-Württemberg rund 316 000 Beschäftigte in mehr als 800 Kommunen.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 15. und 16. April in Potsdam vereinbart.

Verdi