Integration Städtetag fordert passgenaue Hilfen für Flüchtlingsintegration

Die Präsidentin des Städtetages Baden-Württemberg und Oberbürgermeisterin von Reutlingen, Barbara Bosch, spricht beim Städtetag in Mannheim.
Die Präsidentin des Städtetages Baden-Württemberg und Oberbürgermeisterin von Reutlingen, Barbara Bosch, spricht beim Städtetag in Mannheim. © Foto: DPA
Mannheim / lsw 23.11.2016

„Wir erwarten Programmstrukturen, die unbürokratisch und flexibel sind, damit das Geld auch möglichst schnell dort ankommt, wo es gebraucht wird“, sagte Städtetagspräsidentin Barbara Bosch am Mittwoch bei der Hauptversammlung ihres Verbandes in Mannheim. Je nach Größe, Flüchtlingszahlen und Ausländeranteil hätten Städte sehr unterschiedliche Bedürfnisse.

„Ravensburg hat andere Probleme als Heidelberg, Todtnau hat andere Schwierigkeiten als Wertheim“, betonte die parteilose Oberbürgermeisterin der Stadt Reutlingen. „Es macht eben einen Unterschied, ob man sehr viele kleine Kinder in der Kita integriert,
ob Menschen sprachlich und fachlich für die Arbeitsplatzsuche fit gemacht werden oder ob traumatisierte oder schwerbehinderte Menschen Teil der Stadtgesellschaft werden sollen.“ Neben den Neuankömmlingen dürften nicht jene vergessen werden, die schon länger hier leben, aber noch nicht in die Gesellschaft integriert seien.

Für die Kommunen sei deshalb die schnelle Zusage des Landes wichtig, dass es ihnen nicht schade, wenn sie handeln, bevor Förderrichtlinien und konkrete Anträge kommen. Der angestrebte Pakt für Integration seie eine Hauptaufgabe der nächsten Monate.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel