Tübingen Staatsanwaltschaft Tübingen: Täter soll in Psychiatrie

Tübingen / JOB 22.03.2016
Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat am Montag gegen einen psychisch kranken 22-Jährigen, der in der Universitätsstadt auf Polizisten geschossen haben soll, ein Sicherungsverfahren beantragt.

Die Behörde wirft ihm versuchten Mord aus niedrigen Beweggründen vor. Er habe versucht, eine Polizistin zu erschießen, um seiner Festnahme zu entgehen und fliehen zu können, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Weil sie davon ausgeht, dass der Beschuldigte zur Tatzeit vermindert oder gar nicht schuldfähig war und eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt, strebt sie eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Der polizeibekannte Mann hatte am 4. November 2015 nackt ein Krankenhaus in Tübingen verlassen und war in ein nahe gelegenes Wohnheim der Medizinischen Klinik geflohen. Eine Streife stellte ihn. Als sie ihn überwältigen wollte, riss er einem Polizisten die Dienstpistole aus dem Holster. Dann soll er aus kurzer Entfernung auf den Kopf einer Polizeibeamtin gezielt und abgedrückt haben. Die Frau konnte jedoch ausweichen. Bei dem Versuch, ihm die Waffe abzunehmen, löste sich ein weiterer Schuss, der einen Polizisten streifte. Der Nackte wurde schließlich festgenommen. Er kam zunächst in ein Gefängniskrankenhaus. Seit Ende Januar ist er in einer Psychiatrie untergebracht.

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