Stuttgart Spielbanken-Chef für staatliche Angebote bei Online-Casinos

dpa 21.08.2016

Die Spielbanken sollten neben dem stationären Betrieb auch Online-Angebote machen dürfen, sagte Wulferding der Deutschen Presse-Agentur. So könne ein ordnungsrechtlich faires und kontrolliertes Glücksspielangebot gewährleistet werden, sagte der Geschäftsführer der baden-württembergischen Spielbankengesellschaft in Stuttgart.

"Das Spielgeschäft im Internet entwickelt sich dynamisch wegen Smartphones, Tablets und neuen Smart-TV-Angeboten. Wir können da nur schwer mithalten", sagte der DSBV-Chef. Der Verband vertritt die öffentlich-rechtlichen und am Gemeinwohl orientierten 9 Spielbanken an 35 Standorten in Deutschland. Zudem gibt es acht Spielbankunternehmen in sechs Bundesländern unter privater Regie.

Derzeit tummelten sich auf dem nicht regulierten Online-Markt zahlreiche illegale Glücksspielanbieter mit Sitz im Ausland, sagte Wulferding. Nötig seien legale Angebote durch behördlich genehmigte Spielbanken. In anderen EU-Ländern wie Frankreich, Belgien und Dänemark gebe es schon staatliche Angebote für das Glücksspiel im Netz. Dadurch könnten unseriöse Angebote mit all ihren negativen Folgen vermieden werden, betonte er.