Stuttgart SPD-Fraktion: Plan für mehr Teilhabe behinderter Schüler

Andreas Stoch. Foto: Tanja Mori Monteiro/Archiv
Andreas Stoch. Foto: Tanja Mori Monteiro/Archiv © Foto: Tanja Mori Monteiro
Stuttgart / DPA 08.06.2018

Die SPD-Landtagsfraktion zweifelt am politischen Willen der CDU und der Schulverwaltung, das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht-behinderten Schülern voranzutreiben. Mit einem Zehn-Punkte-Programm will die oppositionelle SPD Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) Beine machen. „Im Schulalltag klaffen Anspruch und Wirklichkeit noch auseinander“, sagte der SPD-Fraktionschef und ehemalige Kultusminister Andreas Stoch am Freitag in Stuttgart.

Die Sozialdemokraten wollen es Schulen ermöglichen, die derzeit 120 nicht besetzten Stellen für Sonderpädagogen in andere Unterstützung, etwa durch pädagogische Assistenten, umzumünzen. Sie regen zudem einen Modellversuch mit multiprofessionellen Teams an, zu neben den Lehrern Schulbegleiter, Ergotherapeuten oder Schulpsychologen gehören können. Überdies sollen nach dem Willen der SPD alle Schulen Inklusionsentwicklungspläne erstellen. Darin soll der Umgang mit der immer vielfältigeren Schülerschaft festgelegt werden.

Unter Stochs Ägide war die Sonderschulpflicht aufgehoben worden. Seit 2015 haben die Eltern behinderter Kinder die Wahl zwischen allgemeinbildenden Schulen und den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, den früheren Sonderschulen.

Im Schuljahr 2016/17 hatten fast 57 300 Kinder oder fünf Prozent der Schülerschaft im allgemeinbildenden Bereich einen Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot.

Ministerium zu Inklusion

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