68 kleinere Bäume im Schlossgarten werden versetzt - für rund 400 000 Euro. Für sie sind neue Standorte im Schlossgarten und innerhalb des Stuttgarter Stadtgebietes vorgesehen. Rund 20 Bäume können aufgrund von Planänderungen stehen bleiben. Zum Teil befänden sich dort auch Populationen des geschützten Juchtenkäfers, erklärt eine Bahnsprecherin. Momentan bleiben auch Bäume stehen, in denen Fledermäuse überwintern.

Insgesamt 108 Bäume lässt die Bahn zunächst fällen. Darunter auch alte Platanen. Der Lenkungskreis der Projektpartner habe sich darauf verständigt, diese Bäume nicht zu versetzen - obwohl es theoretisch möglich sei. "Aber der Kollateralschaden wäre größer als der Nutzen". Die Rodungen im Schlossgarten sind notwendig, damit dort eine Baugrube geschaffen werden kann für die künftigen unterirdischen Gleise.

Bereits begonnen hat der Rückbau des Südflügels. Das Bahnhofsgebäude wird derzeit entkernt, "danach wird abgerissen". Insgesamt zehn Wochen sind für die Maßnahme veranschlagt. Der Südflügel muss weichen, weil er so tief in die Erde ragt, dass er mit dem künftigen Tiefbahnhof kollidieren würde.

Am vergangenen Wochenende hat die Bahn Bäume vor dem Wagenburgtunnel fällen lassen. Hier soll in den kommenden Monaten die Baustelle für den Fildertunnel eingerichtet werden. Unter anderem werden Strom- und Kanalisationsleitungen verlegt. Auch Container für Büros, Lagerplätze und eine Baustellenzufahrt sind geplant.

Der Nordflügel wurde bereits im August 2010 abgerissen. Geplant ist ein zweigeschossiges Technikgebäude, für dessen Bau die Bahn nun mit den Ausschreibungen begonnen hat. "Im ersten Quartal soll Baubeginn sein", sagt die Bahnsprecherin.

Ab Mai/Juni soll die Stuttgarter Straßenbahnen AG mit dem Bau des Tunnelabschnitts zwischen Hauptbahnhof und Türlenstraße beginnen. Bis Mitte des Jahres soll das Grundwassermanagement funktionieren. In der zweiten Jahreshälfte erfolgt der Aushub für den Bahnhofstrog. us