Stuttgart Sexuelle Gewalt gegen Kinder: Kultur des Hinsehens

Susanne Eisenmann. Foto: Bernd Weissbrod/Archiv
Susanne Eisenmann. Foto: Bernd Weissbrod/Archiv © Foto: Bernd Weissbrod
Stuttgart / DPA 07.06.2018

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) dringt beim Thema sexuelle Gewalt gegen Kinder auf null Toleranz. „Da gibt es kein Ignorieren, Beschönigen oder Wegschauen“, sagte sie zum Start der Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ am Donnerstag in Stuttgart. Sexuelle Übergriffe von Schülern untereinander oder zwischen Lehrern und Schülern müssten stärker als Thema in der Aus- und Fortbildung von Pädagogen verankert werden. Ziel der Initiative ist, Schulen zu helfen, eigene Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt zu erarbeiten oder weiterzuentwickeln. Spezielle Fachinformationen sollen den 2500 Schulen im Land zugesandt werden. Überdies soll ein Fachportal den Lehrern Fragen, etwa zur rechtlichen Lage, beantworten.

Im vergangenen Jahr registrierte die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik deutschlandweit knapp 12 000 Ermittlungsfahren wegen sexuellen Kindesmissbrauchs, davon 1127 im Südwesten. Die Dunkelziffer ist dabei hoch.

„Schule gegen sexuelle Gewalt“ ist eine bundesweite Kampagne des Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, in Kooperation mit den 16 Kultusministerien. Baden-Württemberg ist das achte Bundesland, in dem das Projekt realisiert wird.

Initiative Schule gegen sexuelle Gewalt

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