Die Musikschulen in Baden-Württemberg dürfen ab Mittwoch teilweise wieder öffnen. Wie die Schulen waren sie seit Mitte März wegen der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen.

In einem ersten Schritt könnten Musikschulen ab 6. Mai mit Einzelunterricht an Streich-, Zupf- und Tasten- sowie Schlaginstrumenten starten. Außerdem ist Unterricht in Musiktheorie und Komposition zur Berufs- und Studienvorbereitung wieder erlaubt.

Musikschulen in Baden-Württemberg: Unterricht für Blasinstrumente und Gesang muss weiter digital stattfinden

Noch warten müssen Bläser und Sänger: Präsenzunterricht an Blasinstrumenten und Gesang bleibt untersagt, „da hier aufgrund der erhöhten Abgabe verbrauchter Atemluft von einer erhöhten Infektionsgefahr durch Tröpfcheninfektion und Aerosole auszugehen ist“, wie es in der Pressemitteilung des Kultusministeriums heißt. Diese Stunden müssen weiterhin digital stattfinden.

Ebenfalls wieder öffnen dürfen die Jugendkunstschulen mit Einzelunterricht unter anderem im Zeichnen, Malen, Graphik und Fotografie sowie im Bereich der Medienkunst, im Bereich Theater und Darstellendes Spiel und im Tanz.

Musikschulen müssen für Abstand und Lüftung sorgen

Das Kultusministerium betont, dass die Musik- und Kunstschulen die Hygienevorschriften einhalten müssen: Während der Unterrichtszeit muss ein Abstand von mindestens eineinhalb Metern zwischen allen anwesenden Personen eingehalten werden, die Räume müssen mehrmals täglich gelüftet werden. Vor allem dürfen Instrumente und Arbeitsmittel nicht durch mehrere Personen gleichzeitig genutzt werden – der Klavierlehrer, der mal eben ein paar Takte vorspielen will, müsste das also an einem zweiten Klavier tun, falls vorhanden.

Wann Bläser und Sänger wieder an die Musikschulen zurückkehren können, ist noch offen – das hängt von der weiteren Entwicklung der Corona-Infektionen ab.